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Jörn von Schassen
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Wasserhärte

Das Wasser entspricht nach dem Waschmittelgesetz dem Härtebereich mittel (Gesamthärte: 8,4 - 14 °dH).

Calcit-Sättigung

Durch modernste Aufbereitungstechnik kann der Kohlensäureanteil im Trinkwasser derart eingestellt werden, dass sich beim sogen. Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht ein Idealzustand ergibt. dadurch werden weder die in der Trinkwasserversorgung verwendeten Rohrwerkstoffe angegriffen, noch Kalk abgeschieden. Das heißt für Sie: Eine Wasserbehandlung (Enthärtung mit Ionentauscher, Dosierung von Phosphaten oder Silikaten o.ä.) ist im Haushaltsbereich nicht nötig. Bis zu einer Temperatur von 60 °C tritt keine nennenswerte Kalkausscheidung auf.

Nachfolgend zu Ihrer Information eine Tabelle mit einer Definition der derzeit angewendeten Härtebegriffe:

Härtebereich

Härte in Millimol Calciumcarbonat

Härte in °dH

weich

weniger als 1,5

8,4

mittel

1,5 bis 2,5

8,4 bis 14

hart

mehr als 2,5

mehr als 14

 

Wichtig für Wäsche und Geräte

Grundwasser nimmt auf seinem mehr oder weniger langen Weg durch die Erde einen Teil der löslichen Bestandteile auf. Dazu gehören die sogenannten Härtebildner. Sind wenige davon vorhanden, scheint das Wasser „weich“ zu sein. Härtebildner verbinden sich mit den Fettsäuren von Seifen zu unlöslichen Salzen. Sie setzen die Waschwirkung von Seifen herab. Härtebildner sind als feste Ablagerungen beim Verdunsten oder insbesondere Erhitzen von Wasser unter dem Begriff Kesselstein allgemein bekannt.

Härtebildner Calcium und Magnesium

Die wichtigsten Härtebildner sind im Erdalkalimetalle Calcium und Magnesium. Deren Salze sind im Wasser in allgemeinen schwer löslich, allerdings löst sich das häufig vorkommende Calciumcarbonat bei Anwesenheit von Kohlensäure verhältnismäßig leicht auf. Wird zum Beispiel durch Erhitzen des Wassers Kohlendioxid ausgetrieben, fällt Calcium als hartes Calciumcarbonat wieder aus. Damit Lösung und Ausfällung von Calcium und Magnesium auf dem Transportweg des Trinkwassers nicht auftreten, wird in den Wasserwerken das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht eingestellt. Seine Einhaltung sorgt zugleich dafür, dass metallische Werkstoffe chemisch nicht angegriffen werden .

Calcium und Magnesium sind für den Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren wichtig. Für die Ernährung spielen die Calcium- und Magnesiumanteile in Wässern, gleich welcher Herkunft, gegenüber fester Nahrung nur eine untergeordnete Rolle. Sehr hohe Kalkgehalte des Wassers führen zu stärkeren Ablagerungen in Rohrleitungen und Geräten, in denen warmes Wasser erzeugt wird. Kesselstein behindert den Wärmetransport und fördert den Verschleiß.

Gewässer schützen, Waschmittel sparen

Eine große Rolle spielt die Wasserhärte beim Wäschewaschen und Geschirrspülen. Je weicher das Wasser ist, desto weniger Waschmittel werden benötigt. Zum Schutz der Gewässer sollten die Waschmittelmengen so gering wie möglich gehalten werden. Umweltfreundliche Waschmittel gibt es nämlich nicht. Das Waschmittelgesetz schreibt zur einfacheren Information der Verbraucher eine Einteilung des Wassers in Härtebereiche vor. Sie reichen von weich bis hart. Im wissenschaftlichen Gerbrauch ist der Begriff Deutsche Härte nicht mehr üblich, vielmehr wird die Härte nach der Molekülmasse von Calciumoxid bestimmt. Darauf bezogen wird der Begriff Carbonathärte verwendet, während der Begriff Gesamthärte auch die Ionen von Magnesium, Strontium und Barium und ihre gelösten Verbindungen einbezieht.